„Wenn man in Bamberg der Opfer
des Nationalsozialismus gedenkt,
dann ist an erster Stelle ein
Name zu nennen – Willy Aron.

Er war der erste Bamberger,
der im KZ Dachau sein Leben für
Recht und Freiheit lassen musste.

Georg Grosch, 1947

Aktuelles aus dem Verein

Aufruf

„Stolpersteine gegen das Vergessen“ – „Putz-Paten“ gesucht

In Bamberg und umliegenden Gemeinden haben wir bislang 170 „Stolpersteine“ verlegt. Diese müssen regelmäßig geputzt werden, dass sie nicht im Straßenbild verschwinden. Mit dem System der „Putz-Patenschaften“ suchen wir nun Menschen oder Institutionen, die sich für einen oder mehrere „Stolpersteine“ verantwortlich fühlen, diese hin und wieder putzen und im Bestfall an speziellen Tagen (z.B. Holocaust-Gedenktag, 9. November) auch schmücken.
Diesbezüglich ist es uns wichtig, auch möglichst viele Schulen mit einzubeziehen, da die „Stolpersteine“ zur Geschichtsvermittlung bestens geeignet sind. Können Sie sich vorstellen, dass Ihre Schule eine „Putz-Patenschaft“ übernimmt? Melden Sie sich gerne bei uns!

Den vollständigen Aufruf finden Sie hier.

Darüber hinaus finden Sie hier weitere Informationen zur Putz-Patenschaft für zwei Stolpersteine, die in Gedenken an französische Kriegsgefangene verlegt wurden.

Hinweis

Vortragsveröffentlichung:
Überlegungen zum Verhältnis von Parteien und Korporationen am Beispiel der SPD 

Vortragsveröffentlichung:
Überlegungen zum Verhältnis von Parteien und Korporationen am Beispiel der SPD

Der Vortrag "Rote Fahnen, bunte Bänder" (Arbeitstitel), den
PD Dr. Axel Bernd Kunze auf dem Studentenhistorikertagung 2018 in Bonn hielt, wird 2020 in der Tagungsdokumentation "Die Vorträge der 78. deutschen Studentenhistorikertagung. Bonn 2018 (Beiträge zur deutschen Studentengeschichte)" veröffentlicht. Der Beitrag ist online vorab auf den Seiten des Lassalle-Kreises erschienen:
https://lassalle-kreis.de/content/%C3%BCberlegungen-zum-verh%C3%A4ltnis-von-parteien-und-korporationen-am-beispiel-der-spd.

Angaben zur Veröffentlichung:
Sebastian Sigler (Hg.): Die Vorträge der 78. deutschen Studentenhistorikertagung. Bonn 2018 (Beiträge zur deutschen Studentengeschichte), München: Akademischer Verlag München vorauss. 2019.

Hinweis

Vortragsveröffentlichung:
Überlegungen zum Verhältnis von Parteien und Korporationen am Beispiel der SPD 

»Erinnern« stellt eine zentrale Kategorie jüdischen Glaubens dar. Die Kontroversen um die "Stolpersteine gegen das Vergessen" aufgreifend, will das Projekt "Ein Netz für Menschlichkeit" knüpfen-interaktive "Stolperstein"-Website für Bamberg positive Impulse setzen und aufzeigen, wie diese als würdige Form des Gedenkens und lebendiger Erinnerungskultur etabliert werden konnten. Zugleich soll im lokalen Kontext die einstige Heterogenität und Vielfalt jüdischen Lebens einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und so ein Plädoyer gegen Antisemitismus und für Toleranz und Diversität entstehen. Vorliegendes Projekt möchte auf die kritischen Fragestellungen zur Erinnerung mit »Stolpersteinen gegen das Vergessen« am Beispiel Bambergs eine positive Antwort geben.

Hier finden Sie mehr zum Projekt. 

9. November 2022

Einladung
der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V. aus Anlass der sich jährenden Novemberpogrome

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Willy-Aron-Gesellschaft!

mehr als 200 „Stolpersteine gegen das Vergessen“ zur Erinnerung an Opfer der Nationalsozialisten wurden bislang durch die Willy-Aron-Gesellschaft in Bamberg verlegt.

Aus Anlass der sich jährenden Novemberpogrome ruft die Vorstandschaft erneut zu einem dezentralen Gedenken am 9. November auf. In Kooperation mit unseren „Stolperstein-Pflegepatinnen und -paten“ sollen dabei alle „Stolpersteine gegen das Vergessen“ gereinigt und geschmückt werden.

Durch das Pflegen und Schmücken der Stolpersteine verneigen wir uns vor den Menschen, an welche die Stolpersteine erinnern, wir betrauern deren Schmerz und Tod, der auch durch den Mangel an Integrität, Menschlichkeit, Solidarität und Zivilität der damaligen Stadtgesellschaft möglich wurde. Durch die Pflege der Stolpersteine treten wir erneut in Beziehung zu den erinnerten Menschen, erinnern an deren Würde und an unsere eigene Würde, denn Würde entsteht in Beziehung. So können wir heute neue heilsame Beziehungen zu den Nachkommen der erinnerten Menschen zu knüpfen und selbst immer besser lernen, unsere Beziehungen menschenfreundlicher zu gestalten.

Alle Menschen, die sich am dezentralen Gedenken beteiligen möchten, sind herzlich willkommen. Legen Sie vielleicht gegen Abend des 09. November 2022 an den „Stolpersteinen“ Blumen nieder oder stellen Sie weiße Windlichter an die Stolpersteine und in Ihre Fenster. Sie helfen auf diese Weise dabei mit, fast über die ganze Stadt ein sichtbares „Netz für Menschlichkeit“ zu knüpfen.
Und Sie zeigen, dass Erinnerung an die Opfer der Nationalsozialisten auch im 21. Jahrhundert, beinahe vollständig ohne lebende Zeitzeugen und abseits nur ritueller Gedenkveranstaltungen, lebendig sein und funktionieren kann.

Dokumentieren Sie dies gerne fotographisch und senden Sie uns die Bilder an vorstand@willy-arongesellschaft. de. Wir würden uns freuen, wenn wir diese Bilder in einem Arbeitspapier veröffentlichen dürften.

Herzlichen Dank!

Hier finden Sie die Einladung als PDF zum Download

Wir begrüßen Sie auf den Seiten der
Willy-Aron-Gesellschaft

Mobirise

Gegen das Vergessen.
Für Toleranz und Menschlichkeit

Die Wilhelm-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wissenschaftliche Forschung über den Bamberger Widerstand zu unterstützen und für Zivilcourage, Demokratie und Menschenwürde einzutreten.

Mit dem Einsatz für Zivilcourage sowie dem aktiven Eintreten für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz soll das Vermächtnis Willy Arons weitergetragen werden.

Mobirise

Zivilcourage und Widerstand in Bamberg. 

Die Wilhelm-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V. pflegt die Erinnerungskultur in Bamberg an Bamberger Mitbürger mit Zivilcourage und Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Forschung über Willy Aron und andere Personen aus der Bamberger Region, die im gleichen Geist handelten, zu unterstützen sowie Bürger und Organisationen auszuzeichnen, die im Geist Arons Zivilcourage gezeigt und sich in seinem Sinne verdient gemacht haben. Die Gesellschaft ist parteipolitisch unabhängig und konfessionell ungebunden. 

Mobirise

Termin 23.06.2016: Gedenken an Willy Aron am Franz-Ludwig-Gymnasium 

Die ehemalige Schule von Willy Aron verlegte zusammen mit Herrn Michael Panzer vom Energie- und Baubetrieb der Stadt Bamberg und der Willy-Aron-Gesellschaft einen Stolperstein für Willy Aron vor den Toren des Gymnasiums. Einen Bericht finden Sie auf den Seiten des FLG: http://wiki.bnv-bamberg.de/flg-wiki/index.php/Aktuelles. Bereits im Frühjahr wurde auf dem Schulgelände ein Gedenkort für die jüdischen Mitschüler eingerichtet, die in den 30er Jahren unter der zunehmenden Diskriminierung der NS-Herrschaft leiden mussten. 

Stimmen zur Vereinsarbeit

Zitate aus Presse und Öffentlichkeit zur Arbeit der
Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e.V.

Das Engagement der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg gegen das Vergessen ist sehr dankenswert und verdienstvoll. Der Einblick, den Ihre Homepage in die Arbeit der Gesellschaft gibt, zeugt von einem starken Bewusstsein für die sensible und unumstößliche Beziehung zwischen der Erinnerung und der Zukunft unserer Gesellschaft.

Eine Demokratie mit Leben zu erfüllen liegt auch, aber nicht allein in der Hand der Politik. Um dies zu erreichen, kommt es auf jene an, die demokratische Werte im Alltag und in ihrem Umfeld leben und vorleben – es kommt auf jeden einzelnen an. Und daher sind es auch und gerade die Aktivitäten und Arbeitsgruppen vor Ort, die einen maßgeblichen Beitrag zu Demokratie, Verständnis und Verständigung leisten.

Für Ihre Arbeit danke ich Ihnen und wünsche Ihnen alles Gute, viel Motivation und Durchhaltevermögen. Vor allem wünsche ich Ihnen – im Namen unserer Kinder und Enkel – viel Erfolg!

Erlauben Sie mir bitte, auf diese Weise meiner Begeisterung Ausdruck zu geben bezüglich der Initiative der "Willy-Aron-Gesellschaft", in Bamberg ein Denkmal für Graf Stauffenberg zu errichten, von welcher der "Fränkische Tag" am Dienstag berichtete. Es freut mich besonders, dass Sie in dieses Gedenken auch weitere bamberger Widerständler gegen den Nationalsozialismus integrieren wollen, wie Willy Aron und Hans Wölfel. Alle Gegner des Nationalsozialismus, von welcher weltanschaulichen Richtung sie auch kamen, eint die Idee der Freiheit und die Sehnsucht nach Frieden.

Deswegen ist ein gemeinsames Gedächtnis der lokalen Opfer des Nationalsozialismus besonders begrüßenswert! Ich hoffe, dass Ihre Initiative insbesondere von Seiten der Stadt Bamberg und des Erzbistums Bamberg viel Unterstützung erfährt, um den nachwachsenden Generationen wertvolle Vorbilder vor Augen zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen: Pax et bonum!

Ich bewundere die erzieherische Arbeit die Ihre Gesellschaft unternimmt. So eine Gesellschaft sollte es in jedem Ort geben wo Juden vor dem Holocaust lebten, manche für hunderte vom Jahren. Ich stimme nicht mit allen Ihren Initiativen überein, so die Gedenkplatten auf den Gehsteigen. Ich hatte vor 5 Jahren Herrn OB Lauer eine Liste von Gründen angegeben, warum ich diese wohlintentionierte Initiative für counter-produktiv hielt, ganz abgesehen von den religiösen Gegengründen, die es die Münchener Gemeinde veranlaßte von den Platten Abstand zu nehmen. Aber man muß nicht mit allem zustimmen was wohlmeinende Unternehmen vorhaben um den großen Wert und die Wichtigkeit Ihrer Arbeit hoch zu schätzen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Gesellschaft weiterhin Erfolg in Ihrer Arbeit die Bamberger, vor allem die Jugendlichen zu demokratischem Denken zu erziehen und verbleibe mit meinen besten persönlichen Grüßen
Ihr

Es ist sehr interessant und bewundernswert. Ich habe mir das Viedeo angesehen und konnte mich in die Lage der unschuldigen Juden versetzen.

Die Zahl ist unvorstellbar. Wenn man die Zahlen liest, kann man es gar nicht glauben.

Erst wenn man Bilder oder Videos davon sieht ist es trotzdem noch unfassbar, was diese Leute mitgemacht haben.

Ich habe gestern (16.05.2009) mitten in dem großen Andrang auf Gleis 8 des HBF Würzburg den ganzen Vormittag im Zug verbracht.
Ich zitterte beim Betrachten der Bilder und beim Lesen der Biographien. Und mit zitternder Hand schrieb ich dann auch in´s Besucher-Buch: "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist. Deshalb "STOLPERSTEINE GEGEN DAS VERGESSEN!"

Der Auftritt der Willy-Aron-Gesellschaft im Netz ist sehr informativ.
Besonders gut hat mir eure Dokumentierung (Fotos, Texte) der Verlegung des Stolpersteins fuer Willy Aron in der Bamberger Luitpoldstrasse 32 gefallen. Es handelt sich hierbei um den ersten Stolperstein, der in Bamberg gelegt wurde. Hoffentlich habt ihr damit eine Lawine ins Rollen gebracht.
Macht weiter so.

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